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Kirgistan: Atambajew gewinnt Präsidentschaftswahl

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Kirgistan: Atambajew gewinnt Präsidentschaftswahl

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Almasbek Atambajew, prorussischer Regierungschef in Kirgistan, ist offiziell zum Sieger der Präsidentschaftswahl in dem Land erklärt worden. Er setzte sich gegen insgesamt 15 weitere Bewerber durch und kann nun die Nachfolge des im April vergangenen Jahr gestürzten autoritären Staatschefs Kurmanbek Bakijew antreten. Damals war es auch zu Zusammenstößen zwischen Kirgisen und Usbeken gekommen. Jetzt hofft das 5,5-Millionen-Einwohner-Land auf Fortschritte.

Ein Einwohner der Hauptstadt Bischkek sagte: “Wir erwarten Stabilität und Frieden vom neuen Präsidenten. Er soll die Lebensumstände verbessern, damit es mehr Jobs und keine ethnischen Konflikte mehr gibt. Er sollte diese Konflikte beenden oder es zumindest versuchen.”

Laut der Wahlkommission stimmten gut 63 Prozent der Wähler für den 55 Jahre alten Sozialdemokraten Atambajew. Die Wahl ist der erste demokratische Urnengang seit der Unabhängigkeit der ehemaligen Sowjetrepublik. Atambajew will eigenen Aussagen nach am parlamentarischen System festhalten und nicht zu einer starken Präsidialrepublik zurückkehren. Unterdessen gab es auch Kritik an der Wahl, die OSZE will sich im Laufe des Tages mit ihr befassen.