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NATO beendet Libyen-Einsatz

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NATO beendet Libyen-Einsatz

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Nato-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen ist am letzten Tag des Libyen-Einsatzes des Nordatlantischen Bündnisses nach Tripolis gereist. Nach Gesprächen mit Vertretern des Nationalen Übergangsrates gab Rasmussen das Ende des Nato-Einsatzes bekannt: “Um Mitternacht endet ein erfolgreiches Kapitel inder Geschichte der NATO. Sie aber haben bereits begonnen, ein neues Kapitel in der Geschichte Libyens zu schreiben, eines neuen Libyens, das auf Freiheit, Demokratie, Menschenrechten, Rechtsstaatlichkeit und Versöhnung beruht. Wir wissen, das ist nicht einfach. Wir wissen um die Herausforderungen, vor denen sie stehen, aber wenn sie uns um Hilfe bitten, werden wir dort, wo wir können, helfen”, sagte Rasmussen.
 
Rasmussen erklärte auf Nachfragen libyscher Journalisten, das Bündnis beabsichtige nicht Militärstützpunkte in Libyen einzurichten. Neben der Nato waren auch Jordanien, Katar und die
Vereinigten Arabischen Emirate am Libyeneinsatz beteiligt. Dem Vernehmen nach soll eine Allianz unter der Führung von Katar die neuen Machthaber militärisch stützen.
 
Das über Libyen verhängte Flugverbot wird um Mitternacht aufgehoben. Auf dem Flughafen der libyschen Hauptstadt Tripolis geht es noch gemächlich zu. Nur Sonderflüge für Mekka-Pilger dürfen starten.
 
Ali Kuba ist mit seinen Soldaten für die Sicherheit des Flughafens verantwortlich. “Jetzt fangen wir wieder mit der Arbeit an. Es gab 42 Sonderflüge. Die regulären Flüge werden Anfang November wieder aufgenommen”, erläutert Ali Kuba.
 
Die NATO hat das Flugverbot durchgesetzt. 26.000 Einsätze flog sie, darunter knapp 10.000 Kampfeinsätze. Die Luftangriffe der NATO spielten eine Schlüsselrolle beim Erfolg der Rebellen. Vom Weltsicherheitsrat waren sie zum Schutz der Zivilbevölkerung genehmigt worden.