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Palästina wird Vollmitglied der UNESCO

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Palästina wird Vollmitglied der UNESCO

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Die UNESCO hat Palästina als Vollmitglied aufgenommen. Bei der Generalkonferenz der Organisation in Paris stimmten 107 Länder für den Aufnahmeantrag der Palästinenser, 14 dagegen, 53 Staaten enthielten sich.

Die palästinensische Politikerin Hanan Aschrawi begrüßte den Schritt, es sei ein wichtiger Triumph des menschlichen Geistes gegenüber Einschüchterung und Zwang, sagte sie.

Der Antrag der Palästinenser war heftig umstritten. Die USA, die neben Deutschland und Kanada zu den Gegnern einer Aufnahme gehörten, kündigten sogar ihren Austritt aus der Unesco an, sollte der Antrag Erfolg haben. Die Vereinigten Staaten sind mit einem Anteil von 22 Prozent der Geldgeber Nummer eins für die UNESCO. Danach kommen Japan und Deutschland.

Nach Angaben von US-Außenministerin Hillary Clinton, ist es der US-Regierung qua Gesetz verboten, Organisationen zu finanzieren, die die Palästinenser als Mitglied akzeptieren.

Die Antragsgegner waren der Auffassung, Palästina könne erst nach neuen Friedensverhandlungen mit Israel ins Boot geholt werden.

Zu den Unterstützern zählten bei der Abstimmung China, Indien und mehrere lateinamerikanische Länder. Jetzt müssen die Palästinenser die UNESCO-Verfassung ratifizieren, damit die Mitgliedschaft wirksam wird. Die UNESCO ist die UN-Organisation für Bildung, Wissenschaft und Kultur.