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Thailand: Milliardenplan gegen Flutschäden

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Thailand: Milliardenplan gegen Flutschäden

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Es sind die schwersten Überflutungen in Thailand seit 50 Jahren, Abwasseranlagen sind genauso überfordert wie die Behörden. Straßen, Häuser stehen unter Wasser. Trotz allem, die Post lässt sich nicht von der Arbeit abhalten. Solange die Zusteller durchkommen, landen die Briefe in den Kästen wie hier in Bangkok. Ein Briefträger erzählt:

“Es wird immer schwerer, meine Arbeit zu machen. Normalerweise brauche ich nur kurz für meine Runde, aber jetzt muss ich langsam gehen. Eigentlich will ich gar nicht hierher kommen, weil das Wasser so hoch steht, aber ich muss es ja tun, die Leute brauchen ja ihre Post.”

Die Regierung erwägt jetzt, ein milliardenschweres Wiederaufbauprogramm. Umgerechnet will Ministerpräsidentin Yingluck Shinawatra offenbar bis zu 21 Milliarden Euro für die sogenannte Initiative “Neues Thailand” lockermachen.

Dabei kam die Hauptstadt Bangkok noch vergleichsweise glimpflich davon. Die Flutdämme im Norden der Stadt hielten, der Fluss Chao Phraya trat nicht ganz so heftig über die Ufer, wie anfangs befürchtet. Das Zentrum der Hauptstadt bleibt offenbar verschont.

Seit Ende Juli kamen bei den Überschwemmungen in Thailand mehr als 400 Menschen ums Leben, der wirtschaftliche Schaden wird auf über 11 Milliarden Euro geschätzt.