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Chinesen planen Millioneninvestitionen in Saab

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Chinesen planen Millioneninvestitionen in Saab

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Die künftigen chinesischen Eigentümer von Saab wollen große Summen in den Autohersteller investieren. Bei einem Besuch in Schweden kündigten die Chefs der Unternehmen Pang Da und Zhejiang Youngman Lotus Automobile an, umgerechnet 610 Millionen Euro in das Traditionsunternehmen zu stecken. Mit einer Soforthilfe von 50 Millionen soll die Produktion im Saab-Stammwerk wieder aufgenommen werden.

Der bisherige Saab-Chef Victor Muller zeigte sich erleichtert, dass das Unternehmen gerettet werden konnte. “Leider habe ich all diese Schwierigkeiten nicht vorhersehen können”, sagte er, und auf die Frage, ob er Geld verloren habe, antwortete er schlicht: “Sehr viel sogar.”

Der Chef von Youngman, Pang Qingnian, widersprach Berichten, wonach die Autos künftig in China gefertigt werden sollten. “Saab hat in Schweden seine Wurzeln”, meinte er. “China wird wie ein Ast am Baum sein, aber die Wurzeln bleiben in Schweden.” Beim Absatz allerdings wird der Schwerpunkt in China liegen: Rund ein Drittel der Autos soll in der Volksrepublik verkauft werden. In den kommenden Jahren wollen die neuen Eigentümer die Produktion kräftig ankurbeln, schon 2014 soll die zuletzt schwer defizitäre Marke wieder Gewinne abwerfen.