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Chinesisch-deutsche Premiere im Weltall

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Chinesisch-deutsche Premiere im Weltall

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China bereitet erstmals ein Kopplungsmanöver zweier Raumkapseln im Weltall vor. Vom chinesischen Raumfahrtbahnhof Jiuquan in der Wüste Gobi startete am Dienstag eine Trägerrakete vom Typ “Langer Marsch 2F” mit einer unbemannten Raumkapsel. Die Kapsel “ShenZhou 8” fliegt nun knapp 10.000 Kilometer hinter dem Weltraummodul “TianGong 1”. In den kommenden Tagen sollen sie sich aneinander annähern und ein Rendezvous im All versucht werden.

An Bord von “Shenzhou 8” befindet sich eine Box mit deutsches Experimenten zur Schwerkraft: “Gemäß einer chinesisch-deutschen Übereinkunft vom Mai 2008 wurde ShenZhou 8 mit einem biologischen Experiment ausgestattet. Die Inkubatoren stammen aus Deutschland, die Kontrollinstrumente aus China. Chinesische und deutsche Wissenschaftler werden 17 Experimente durchführen”, erläutert die Sprecherin der chinesischen Raumfahrtagentur Wu Ping.

Das Andockmanöver ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zum geplanten Bau einer chinesischen Raumstation. Bereits im kommenden Jahr sollen chinesische Taikonauten die Raumstation “TianGong” für längere Zeit bewohnen.

Nach einigen Tagen sollen sich beide Raumkapseln trennen und ein zweites Kopplungsmanöver durchführen. Damit sollen die Ankopplungstechnologien auf Stabilität und Zuverlässigkeit geprüft werden.