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Griechisches Referendum schickt Börsen in den Keller

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Griechisches Referendum schickt Börsen in den Keller

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Die Ankündigung des griechischen Ministerpräsidenten Giorgos Papandreou hat die Börsen diesseits und jenseits des Atlantik auf eine steile Talfahrt geschickt. In New York eröffnete der Dow Jones mit minus 2,1, der Nasdaq mit minus drei Prozent. Die Sorgen um die Eurozone und ihr Schicksal bei einem möglichen Scheitern des griechischen Referendums lasten tonnenschwer auf den Schultern der US-Anleger, dazu kommen noch schwächere Konjunkturdaten aus China.

In Europa gab es an den Börsen massive Kursstürze. Der Dax in Frankfurt verlor zwischenzeitlich fast sechs Prozent, die Mailänder Börse verzeichnete gar ein Minus von mehr als sieben Prozent. Vor allem Bankaktien befanden sich im freien Fall. Die Liste der offenen Fragen ist lang, meint Experte Stefan Scharfetter: “Was geschieht mit einer Gemeinschaftswährung, wenn ein Mitglied austritt? Gibt es dann eine neue Währung? Wie werden die Schulden beglichen, in Euro oder in der neuen Währung? Diese Fragen treiben die Märkte um. Das schafft große Unsicherheiten und könnte in den nächsten Monaten für schwere Störungen sorgen.”

Auch an der Börse in Athen stürzten die Kurse in den Keller. Der wichtigste Aktienindex rutschte zeitweise um mehr als acht Prozent ins Minus. Händler meinten, die Ankündigung des Referendums habe an den Märkten einen regelrechten Schock ausgelöst.