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"Occupy"-Lager vor St. Paul's Kathedrale: Dekan protestiert

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"Occupy"-Lager vor St. Paul's Kathedrale: Dekan protestiert

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Der Protest von Finanzmarktkritikern vor der St. Paul’s Kathedrale in London hat in der Kirchenführung den zweiten Würdenträger das Amt gekostet. Seine Position sei “unhaltbar geworden”, sagte Dekan Graeme Knowles.

Der Hintergrund: Die Kirche, die in der Nähe der Londoner Börse gelegen ist, hatte die Protestbewegung nach dem Muster “Occupy Wall Street” zunächst willkommen geheißen. Inzwischen verliert sie durch das Lager der Finanzkritiker massiv Geld. Weichen wollen die aber nicht.

Ein Demonstrant:

“Die Frage ist: Steht die Kirche auf der Seite des Volkes und seiner Religion und hält sie sich an das, was sie verkündet? Oder steht sie unter Kontrolle von Unternehmen und führenden Schichten, die sie sponsorn?”

Eine Demonstrantin:

“Wir hören aus der Kirche eine Menge unterschiedliche Meinungen. Viele, viele Christen und Priester im ganzen Land kamen hier vorbei, um die Besetzung zu unterstützen, und ihren Ruf nach Veränderung. Dies ist eine historische Chance für die Kirche, um bei normalen Menschen zu punkten.”

Die Kirche war mehrere Tage lang geschlossen gewesen, zum ersten Mal seit dem 2. Weltkrieg. Täglich habe man so mehr als 20 000 Euro Einnahmen aus Führungen, Spenden und Souvenirverkauf verloren.

mit Reuters