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Tausende beim Gegen-Gipfel in Nizza

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Tausende beim Gegen-Gipfel in Nizza

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“Menschen zuerst, nicht die Finanzen” – unter diesem Motto haben sich in Nizza G20-Kritiker versammelt. Die Organisatoren rechnen mit einem Potential von bis zu 15.000 Teilnehmern. Auf Seiten der Polizei beteiligen sich 2500 Beamte an der Übung unter Echtbedingungen für den in zwei Tagen beginnenden Gipfel im nahegelegenen Cannes.

Eine Demonstrantin:

“Wir wollen ja nur, dass die Armen der Welt berücksichtigt werden und dass bei allem, was gerade global abgeht, die Menschenrechte nicht zu kurz kommen.”

Cannes ist für die G20-Kritiker Sperrgebiet. Also trifft sich in Nizza ein Gegengipfel, das “Forum der Völker” zu Themen wie Staatsverschuldung und Steueroasen. Erinnert wird auch an frühere Versprechen der G20-Staaten, die bisher nicht eingehalten wurden.

David aus Spanien:

“Wir sind nicht unpolitisch, wir sind überparteilich, und wir sind keine Systemgegner, wir sind anti-kapitalistisch. Wir glauben, dass es gute Politiker gibt und auch gute Politik. Blöd gelaufen, dass die “schlechten” genau die sind, die viel Macht haben.”

Die Demonstranten forderten vor allem eine weltweite Finanztransaktionssteuer. Die Slogans der internationalen “Occupy”-Bewegung nutzten sie nicht, deren Vertreter werden jedoch auch zum Gipfel erwartet.

Die Polizei nahm in Nizza drei Spanier fest, die mit Äxten, Sturmhauben und Gasmasken auf der Promenade des Anglais unterwegs waren.

mit dpa, afp