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"Wir haben die Gier der Banker einfach satt"

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"Wir haben die Gier der Banker einfach satt"

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Unter dem Eindruck der finanzmarktkritischen Occupy-Bewegung in London hat sich das Oberhaupt der Church of England, Erzbischof Rowan Williams, für eine sogenannte Robin-Hood-Steuer ausgesprochen, also eine Finanztransaktionssteuer.

In der Financial Times bezeichnete Williams die Proteste als Ausdruck einer weitverbreiteten und tiefen Verbitterung über das Finanz-Establishment.

Unser Korrespondent hat mit Demonstranten vor der St. Paul’s Cathedral gesprochen. Diese Frau meint:

“Dies ist ein völlig ungewöhnliches und einzigartiges Ereignis, das an über 900 Orten weltweit geschieht, sowas gab es noch nie und man kann wohl kaum erwarten, dass dieselben Reaktionen darauf überall funktionieren. Ich denke daher, die Stadtverwaltung nimmt sich eine Denkpause.”

Ein junger Mann mit Anonymous-Maske meint:

“Dies ist eine Besetzung, die City of London will nicht, dass wir hier direkt neben der Börse sind, daher versucht die Stadt uns hier wegzubekommen.”

Seine Partnerin ergänzt:

“Wir sind hier, weil wir die Gier der Unternehmen, der Banker und unserer Politiker einfach komplett satthaben. Wir wollen etwas verändern.”

Zwischenzeitlich wurde erwogen, das Lager aufzulösen, aus Angst vor einem gewalttätigen Vorgehen gegen die Demonstranten traten zwei hochrangige Kirchenmänner zurück. Die Kirchverwaltung nahm inzwischen von juristischen Schritten gegen die Kapitalismuskritiker Abstand.