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Ein Gipfel im Zeichen der Krise

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Ein Gipfel im Zeichen der Krise

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Der G20-Gipfel im Zeichen der Griechenland-Krise: Zwar wurde auch über andere Themen gesprochen, etwa über den französischen Vorschlag einer Finanztransaktionssteuer, der im Entwurf zur Abschlusserklärung allerdings nur am Rande erwähnt wurde. Hauptthema aber war die Eurokrise – und Frankreichs Staatspräsident Sarkozy beschwor die Einheit Europas. “Der Euro beinhaltet Rechte und Pflichten für alle, die daran teilhaben”, sagte er. “Alle Mitglieder der Eurozone müssen zusamenhalten, es muss echte Solidarität herrschen. Aber es gibt ein Minimum an Regeln, die befolgt werden müssen. Wir können nicht akzeptieren, dass der Euro zerbricht, denn das würde bedeuten, dass auch Europa zerbricht.”

Den Druck auf Griechenland wollen die Staats- und Regierungschefs auf jeden Fall aufrechterhalten. Deutschland etwa forderte die rasche Umsetzung der Beschlüsse des EU-Gipfels vom 27. Oktober. Erst dann könnten weitere Hilfszahlungen fließen. Auch die Euro-Sorgenkinder Spanien und Italien wurden aufgefordert, ihre Reformbemühungen zügig fortzusetzen. Klar ist: die Eurokrise wird Europa noch lange in Atem halten. “Die Gespräche in Cannes hätten in einer sehr ernsten Atmosphäre stattgefunden, so Präsident Sarkozy”, erklärte euronews-Reporter Stefan Grobe. “Daran war vor allem die Regierungskrise in Griechenland schuld. Wie es jetzt weitergeht, hängt von der Entwicklung in Griechenland ab. Europa stellt sich dabei auf das Schlimmste ein. Aus Cannes Stefan Grobe, euronews.”