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Griechen zwischen Fatalismus und Ablehnung

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Griechen zwischen Fatalismus und Ablehnung

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Die Griechen verfolgen die Debatten auf dem G 20-Gipfel in Cannes sehr genau. Die Bürger in Athen hat die Ankündigung ihres Regierungschefs ein Referendum abzuhalten überrascht.

Ein Athener sagte: “Das hätte Papandreou nicht sagen sollen. Ich weiß nicht, wie er jetzt unsere Partner zufrieden stellen will, die uns doch Geld leihen. Wir haben das Geld nicht, wir müssen also höflich sein zu denen, die es uns geben.”

Und ein anderer:“Es ist doch bedeutungslos. Denn wenn wir nein sagen, bekommen wir dann unsere alten Gehälter zurück? Unsere Rechte? Welchen Unterschied macht es? Das beste, was jetzt passieren kann, sind Neuwahlen.”

Und auch die Rückehr zur Drachme scheint keine Lösung zu sein. Eine Frau sagte:“Wir haben ein Problem mit unseren Staatsfinanzen. Wir sind verschuldet. Dieses Problem werden wir auch mit der Drachme haben.”

Dennoch könnte es schon bald Neuwahlen geben: Die Vertrauensfrage im Parlament am Freitag könnte für Papandreou mit einer Niederlage enden. Denn seine ohnehin hauchdünne Mehrheit steht immer mehr in Frage.