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Unklarheit über Entwicklungen in Athen

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Unklarheit über Entwicklungen in Athen

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Volksabstimmung, keine Volksabstimmung, Vertrauensabstimmung in Athen, keine Vertrauensabstimmung, Gerüchte über einen möglichen Rücktritt des Ministerpräsidenten, die sich als falsch erwiesen: Es geht drunter und drüber in Griechenland. Den Europäern verschlägt es den Atem. Für Amandine Crespy von der Freien Universität Brüssel ist klar, dass Athen eine politische Mehrheit sucht, um gemeinsam mit den Bürgern über Strategien für die Zukunft zu entscheiden. Das vorherrschende Gefühl sei, dass es so wie in den vergangenen Wochen und Monaten nicht weitergehen könne, so Crespy. Die Zukunft des Ministerpräsidenten Papandreou bleibe ungewiss, urteilt Zsolt Darvas vom Think Tank Bruegel. “Kommt eine aus Experten gebildete Regierung, würden die Griechen das als die beste Lösung ansehen, weil dann Fachleute und nicht Politiker das Sagen hätten. Das könnte die öffentliche Akzeptanz der Sparmaßnahmen und der notwendigen Strukturreformen erhöhen.” Wer immer Griechenland regiere, müsse nicht nur die vorher eingegangenen Verpflichtungen respektieren, sondern sollte auch Debatten über die Vereinbarungen mit der Europäischen Union vermeiden, betont Pierre Defraigne Madaraiga vom College of Europe: “Man wird versuchen, das beim jüngsten Europäischen Rat erzielte Abkommen zu retten und es am Leben zu erhalten, bis auf griechischer Seite alle politischen Bedingungen stimmen. Ich denke, dass es im Fall eines Regierungswechsels guten Willen geben wird und dass die neue Regierung fortsetzt, was Papandreou begonnen hat. Möglich ist auch, dass es aus der gleichen politischen Hemisphäre kommt.”