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Berlusconi: "Wenn nicht ich, wer dann?"

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Berlusconi: "Wenn nicht ich, wer dann?"

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Dass sein Land jetzt vom Internationalen Währungsfonds genau überwacht werden soll, trübt ihm die Laune nicht: Der italienische Regierungschef Silvio Berlusconi erklärte in Cannes, den Italienern gehe es gut, die Restaurants seien voll und im Flieger sei kein Platz mehr bekommen.

Auch eine Regierung ohne ihn könne er sich nicht vorstellen. “Wenn nicht ich, wer dann?” fragte er die Politikprominenz in Cannes.

Er habe den IWF darum gebeten, alle drei Monate die Reformen zu begutachten. Die Autorität des IWF werde das Vertrauen der Märkte in die italienische Wirtschaft wiederherstellen. So könne gezeigt werden, dass seine Regierung die Reformen erfolgreich umsetze.

Die Chefin des Internationalen Währungsfonds, Christine Lagarde, sagte, Italien müsse sich genau an die Vorlagen halten:

Vielleicht sind meine Anforderungen beschwerlich, anspruchsvoll und streng, aber ich werde die Versprechen die bezüglich ihrer Erfüllung gemacht wurden, nicht aus dem Auge verlieren.

Italien gilt als nächster Wackelkandidat in der Euro-Gruppe aufgrund seiner hohen Gesamt-Schuldenlast von 120 Prozent der Wirtschaftsleistung sowie eines geringen Wirtschaftswachstums.