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G20: IWF soll Krisen-Achterbahn bremsen

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G20: IWF soll Krisen-Achterbahn bremsen

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Über Rohstoffpreise sollte gesprochen werden, Globalisierung und das weltweite Finanzsystem – übrig blieb vor allem die Erste Hilfe für zehn von hunderten Millionen Europäern – Griechenland.

Beim G20-Gipfel in Cannes dreht sich auch am letzten Tag fast alles um die europäische Schuldenkrise. Das Fallbeispiel Griechenland beschleunigt jedoch den globalen Wandel mehr als alle theoretischen Gipfeldebatten im Festivalzentrum von Cannes.

- Der große Gewinner: Der Internationale Währungsfonds. Er soll als Finanzfeuerwehr mehr Mittel bekommen. Und mehr Einfluss.

- Das Menetekel Griechenland schafft anderswo ungeahnte Optionen. So lässt Italien künftig vorbeugend seine Staatsfinanzen von IWF und EU Roms streng überwachen

- beim sogenannten “Hebel” des Krisenfonds für klamme Eurostaaten EFSF könnte der IWF indirekt beteiligt werden

- China soll neben Indien oder Brasilien mehr Gewicht im internationalen Währungssystem bekommen – soll heißen beim IWF. Ist wohl im Gegenzug auch nicht mehr so spröde, was seinen Dumping-verdächtigen Wechselkurs angeht.

Stefan Grobe, euronews:

“Nach einem von Griechenland bestimmten ersten Tag arbeiten die G20 Staaten heute an ihren globalen Hausaufgaben: Mit einem Aktionsplan für mehr Wachstum und einer deutlichen Stärkung der Finanzkraft des Internationalen Währungsfonds sollen wirtschaftliche Schockwellen künftig abgefangen werden. Im Auge hat der des Gipfel dabei bereits einen Krisenkandidaten: Italien.”

mit Reuters, dpa, afp