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Mars500: In weiter Ferne so nah

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Mars500: In weiter Ferne so nah

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Manche gehen dafür auf ein Segelschiff, andere schwören auf eine einsame Berghütte, um zu testen, ob sie koller-fest sind. Sechs blasse Herren waren 520 Tage lang in der Nähe von Moskau eingesperrt, und zwar freiwillig. Friedlich machten drei Russen, ein Franzose, ein Italiener und ein Chinese Experimente, einen virtuellen Spaziergang auf dem Mars eingeschlossen.

Denn 520 Tage dauert ein Flug von der Erde zum Roten Planeten und zurück.

“Wir haben yur Forschung beigetragen”, sagt Sukhumb Kamolow stolz.

Russland hofft, in gut 20 Jahren den ersten realen Flug zum Mars umzusetzen.

“Wir kamen als Team hier raus,” so Romain Charles, “das ist eine große Leistung.” Er sei stolz darauf, bewiesen zu haben, dass eine Reise zum Mars möglich ist.

Ein ähnlicher Versuch war um die Jahrtausendwende wesentlich interessanter verlaufen. Bei der Neujahrsfeier prügelten sich zwei Russen, ein dritter versuchte eine Kanadierin gewaltsam zu küssen.

Bei der Bewertung der Vorfälle wiesen die Beteiligten darauf hin, dass es in Russland normal sei, wenn sich Männer auf einer Party prügelten und dass sie erwartet hätten, dass die Kanadierin sich mit einer Ohrfeige revanchieren würde und den Vorfall mit einem Lachen abtäte.

Beim aktuellen Experiment Mars500 mußten Frauen leider draußen bleiben – die Folgen werden in den kommenden Wochen ausgewertet.

mit Reuters, dpa, afp