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Griechenland: Einheitsregierung sorgt für Uneinigkeit

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Griechenland: Einheitsregierung sorgt für Uneinigkeit

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Die Vertrauensabstimmung hat er überstanden, jetzt will Griechenlands Regierungschef Giorgos Papandreou den drohenden Staatsbankrott mit der Bildung einer Regierung der nationalen Einheit verhindern. Doch während der Ministerpräsident Gespräche mit allen Parteien des Landes ankündigte, sperrt sich die größte Oppositionspartei, die konservative Nea Dimokratia, gegen eine Koalition mit den regierenden Sozialisten.

Nea Dimokratia-Chef Antonis Samaras verlangte statt dessen den Rücktritt Papandreous und sagte weiter: “Wir verlangen, zur Normalität zurückzukehren und Wahlen abzuhalten, damit wir das Land stabilisieren und seinen Ruf wiederherstellen können. Und damit wir aus diesem Alptraum so schnell wie möglich herauskommen.”

Einer Umfrage zufolge sind 52 Prozent der Griechen für die von Papandreou angepeilte Einheitsregierung. 36 Prozent der Befragten waren für vorgezogene Neuwahlen.

An diesem Sonntag will Staatspräsident Karolos Papoulias mit Samaras sprechen, um die Kluft zwischen Konservativen und Sozialisten zu überwinden. Klar ist: frisches Geld gibt es nur, wenn eine neue Regierung die notwendigen Gesetze gebilligt hat. Nach derzeitigem Kenntnisstand könnte Griechenland Ende Dezember pleite sein.