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50 Tage "Occupy Wall Street"

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50 Tage "Occupy Wall Street"

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“Ich kann den Frust verstehen, der sich da Luft macht,” sagte der US-Präsident - dabei nehmen die Aktivisten von “Occupy Wall Street” auch Barack Obama aufs Korn. Er werde seinen Einsatz für eine gleichberechtigtere Gesellschaft verdoppeln, so der Polit-Profi im Vorwahlkampf.
 
Seit 50 Tagen sammelt die Bewegung prominente Unterstützer wie Michael Moore, Susan Sarandon,
Pete Seeger, Margaret Atwood oder Noam Chomsky. Sogar Miliardär George Soros äußerte Verständnis für die Bankenkritiker.
 
Und die unterschiedlichsten Argumente:
 
 
David Yale aus New York:
 
“Bei diesem Marsch geht es um die Banken und was sie der amerikanischen Wirtschaft angetan haben. Wir wollen, dass sie zur Rechenschaft gezogen werden. Wir wollen, dass sie für den Schaden aufkommen, den sie angerichtet haben. Für Betrug sollte es Gefängnis geben.”
 
 
Sandra Eagle aus Connecticut:
 
“Diese Unternehmen hätten mit ihrem Geld Gutes tun können. Anstattdessen hat ihre Gier die Ressourcen des Landes verwüstet. Sie plündern ihr eigenes Land im Namen des persönlichen Profits.”
 
Auch Solidarität drückt sich in den Vereinigten Staaten in bar aus: Fast 500.000 Dollar an Spenden sind bei der Bewegung bisher eingegangen.
 
Ein paar Scharmützel mit der Polizei gab es auch.
 
 
Clasina Dreisbach aus Delaware:
 
“Es war ein friedlicher Protest. Und die Polizei war schrecklich, sie waren wie die Gestapo.”
 
 
Das Protestpotential jedenfalls ist riesig – Barack Obama sieht da keinen großen Unterschied zum Unmut der ultra-konservativen Teaparty-Bewegung.
 
Seit 2007 verschwanden in den USA fast 7 Billionen Euro an Immobilienvermögen. Und laut Internationalem Währungsfonds IWF droht in fünf Jahren eine höhere Schuldenquote als in Italien.
 
 
 
mit Reuters, abcnews, APA