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Genua räumt auf und sucht die Schuldigen

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Genua räumt auf und sucht die Schuldigen

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Nach den heftigen Regenstürzen und Überschwemmungen zieht sich das Wasser in Genua langsam zurück. Zum Vorschein kommen Unrat, Müll, umgekippte Autos. Es ist viel zu tun für die zahlreichen Helfer in der Stadt, in der bei den schlimmsten Unwettern seit über 40 Jahren sechs Menschen ums Leben kamen. Unter ihnen waren auch zwei Kinder.

Die Menschen sind wütend, werfen der Stadtverwaltung vor, die Schulen am Freitag, als der Regen begann, nicht geschlossen und den Verkehr nicht gestoppt zu haben. Besonders gegen die Mitte-Links-Bürgermeisterin Marta Vicenzi richtet sich der Zorn der Bürger, die laut den Rücktritt Vicenzis forderten, als die sich die Schäden ansah. Die Bürger sind sicher: Menschenleben hätten gerettet werden können.

Regierungschef Silvio Berlusconi kritisierte, viele der verwüsteten Gebäude seien schlecht oder an falschen Orten gebaut worden. Von Experten hieß es, die Bauvorschriften seien zu lasch, Häuser seien viel zu nah am Wasser gebaut worden. Inzwischen ist in Genua der Verkehr eingestellt, Militär hilft beim Aufräumen. Gewitter und Regen haben auch andere Orte Norditaliens weiter fest im Griff. Im Piemont und in Ligurien kam es nach Starkregen zu Erdrutschen und Evakuierungen.