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Einheitsregierung für Griechenland - ohne Papandreou

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Einheitsregierung für Griechenland - ohne Papandreou

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Griechenlands Ministerpräsident Giorgos Papandreou hat eingewilligt, auf sein Amt zu verzichten. Im Gegenzug bekommt das Land eine Übergangsregierung der nationalen Einheit, die die Sparvorgaben des EU-Gipfeltreffens vom Oktober umzusetzen soll. So die ersten Ergebnisse des Treffens von Regierungschef und Oppositionsführer beim Staatspräsidenten.

Voraussichtlich am 19. Februar soll es dann Neuwahlen geben. Damit setzte sich Papandreou gegen Oppositionsführer Antonis Samaras durch, der angesichts guter Umfragewerte für seine konservative Partei auf einen früheren Termin gesetzt hatte. Wer Papandreou während dieser Übergangszeit nachfolgen soll, darüber wollen beide an diesem Montag weiter beraten. Als aussichtsreichster Kandidat wird Lucas Papademos gehandelt, der bis zu diesem Jahr Vize-Präsident der Europäischen Zentralbank war.

Schon binnen einer Woche soll die Übergangsregierung laut einem Regierungssprecher vereidigt werden. Bis Februar hat sie viel zu tun: Unter anderem soll sie mit breiter Mehrheit die Anti-Krisenmaßnahmen im Parlament durchsetzen und den Haushaltsplan für nächstes Jahr verabschieden.