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Liberia: Streit um Stichwahl für Präsidentenamt

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Liberia: Streit um Stichwahl für Präsidentenamt

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Liberia steht vor der Stichwahl um das Präsidentenamt. Die morgige Entscheidung steht aber schon fest: Der Herausforderer boykottiert die Abstimmung.

Die erste Wahlrunde vor vier Wochen lief weitgehend ruhig; internationale Bobachter hatten kaum etwas auszusetzen. Die Opposition um Winston Tubman ist aber anderer Meinung und will die Wahl verschieben.

Die Folgen für die Region wären ungeheuer, sagt Tubman, wenn Liberia wieder im Chaos versinken würde. Der ganze Kreislauf würde dann wieder von Neuem beginnen. Langfristig wären die Kosten dafür weitaus höher, als wenn man die Abstimmung um einen Monat verschieben würde.

Den ersten Wahldurchgang hatte die Amtsinhaberin gewonnen, Ellen Johnson-Sirleaf. Sie bekam damals 44 Prozent der Stimmen, Tubman 33 Prozent. Die Präsidentenwahl soll ein weiterer Gradmesser dafür sein, wie weit sich Liberia von den Zeiten des langjährigen Bürgerkriegs entfernt hat.