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Übergangsregierung und Neuwahlen für Griechenland

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Übergangsregierung und Neuwahlen für Griechenland

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Mit einer neuen Regierung will Griechenland nun seine schwere Krise angehen – einer Übergangsregierung für ein Vierteljahr, bevor dann im Februar ein neues Parlament gewählt wird.

Die Erwartungen der Griechen sind nach all den Geschehnissen der letzten Monate durchaus unterschiedlich: “Ich erwarte mir davon nichts”, sagt ein Mann hier in Athen. “Es ändert sich doch nur was, wenn wir hungern müssten. Dann gäbe es einen Aufstand, und es würde sich auch was ändern.”

“Die Politiker kriegen einfach die Wirtschaft nicht hin”, meint ein anderer. “Das ist Anfang und Ende des Staates. Jede Regierung ist doch gescheitert. Es reicht eben nicht, einen Regierungschef oder einen bestimmten Minister zu haben; da muss auch was dahinter stehen.”

Ein Dritter sagt allerdings: “Damit bricht ein neuer Tag an für Griechenland und seine Wirtschaft. Im Februar wird ja wohl gewählt, und dann wird es besser, das können sie mir glauben.”

Auf die Bildung dieser Übergangsregierung hatte sich Regierungschef Georgios Papandreou gestern abend mit Staatspräsident und Opposition geeinigt. Die neue Regierung soll heute abend stehen – ohne Papandreou. Wer ihn ersetzt, ist bisher aber unbekannt.