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Deutsch-russische Erdgasleitung Nord Stream eröffnet

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Deutsch-russische Erdgasleitung Nord Stream eröffnet

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Durch die Nord-Stream-Pipeline fließt jetzt russisches Erdgas direkt nach Deutschland und weiter nach Westeuropa. Der erste Leitungsstrang ging heute in Betrieb; ein zweiter soll bis Ende nächsten Jahres folgen.

Das Erdgas kommt in Lubmin an, an der Ostseeküste nahe der polnischen Grenze. Dort fand auch der Festakt statt, bei dem Russlands Staatspräsident betonte, wie wichtig das russische Gas für eine zuverlässige Stromversorgung Europas sei. Das, so Dmitri Medwedjew, mache das Leben für viele Europäer sehr viel angenehmer.

Nicht jeder mag den Gedanken, dass sich Europa in Sachen Energie nun erneut stärker an Russland bindet. Für die deutsche Kanzlerin ist das aber der richtige Weg: “Wir zeigen mit diesem Projekt, auch in Anwesenheit so vieler Vertreter europäischer Länder”, sagt Angela Merkel, “dass wir auf eine sichere, auf eine belastbare Partnerschaft mit Russland in der Zukunft setzen.”

Nord Stream verläuft auf direktem Weg durch die Ostsee. Damit entfällt hier das Risiko des russisch-ukrainischen Dauerstreits um die Gaspreise, der in den letzten Jahren auch schon zu Lieferstopps und Engpässen geführt hat.

Die Rohrleitung kostet mehr als sieben Milliarden Euro und führt vom russischen Wyborg an der finnischen Grenze nach Lubmin bei Greifswald über 1224 Kilometer. Letztlich soll sie jährlich bis zu 55 Milliarden Kubikmeter Gas transportieren. Damit können rechnerisch 26 Millionen Haushalte versorgt werden.

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