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EU will Garantien aus Athen

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EU will Garantien aus Athen

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Zwei leer Stühle beim Treffen der EU-Finanzminister in Brüssel: Italiens Ressortchef reiste am Dienstagmorgen zu der Abstimmung in Rom ab, sein griechischer Kollege hielt sich in Athen für den Rücktritt der Regierung bereit. Die Beratungen über Details der Beschlüsse des jüngsten EU-Gipfels standen im Zeichen der Lage in den beiden Ländern. Mit der sechsten Hilfstranche könne Griechenland erst rechnen, sobald klar sei, dass sich Athen zu dem Programm der EU und des IWF sowie zu den Beschlüssen des EU-Gipfels vom 27. Oktober bekenne, so Währungskommissar Olli Rehn. Solidarität sei keine Einbahnstraße. Der deutsche Finanzminister Wolfgang Schäuble betonte, das Problem in Italien seien nicht die realen Zahlen, die Wirtschaftsdaten seien nicht so schlecht: “Das Problem Italiens ist ein Mangel an Vertrauen der Finanzmärkte – und das ist natürlich eine reale Situation und dieses Vertrauen muss verstärkt werden und dazu ist ein wichtiges Element, dass Italien nicht nur Maßnahmen ankündigt, sondern dass es darum gebeten hat, dass unabhängige Institutionen – die EU Kommission und auch zusätzlich und unabhängig der IWF – überwacht und öffentlich darüber berichtet.” Italien hat ab diesem Mittwoch Finanzkontrolleure der Europäischen Union im Land. “In Erwartung einer klaren Perspektive in Griechenland und in Italien kam die EU keinen einzigen Schritt voran. Keine Einigkeit gab es in der Frage einer Finanztransktionssteuer. Beim nächsten Treffen der Euro-Finanzminister Ende November wird sie erneut Thema sein, selbst wenn der Termin noch nicht endgültig feststeht”, fasst Euronews-Korrespondentin Raquel Garcia-Alvarez zusammen.