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Nord Stream - größtes Infrastrukturprojekt Europas

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Nord Stream - größtes Infrastrukturprojekt Europas

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8. September 2005: Im Beisein von Gerhard Schröder und Vladimir Putin wird der Vertrag über den Bau der Mega-Pipeline unterzeichnet. Gasprom, BASF und E.ON Ruhrgas sind die federführenden Konzerne. In den folgenden Jahren wird Nord Stream zum größten Infrastrukturprojekt Europas.

Die Ostsee-Pipeline beginnt im russischen Wyborg und erreicht Deutschland in Lubmin nahe der polnischen Grenze. Sie hat eine Länge von 1224 Kilometern und verläuft ausschließlich durch Seegebiete, die keinem Hoheitsgebiet eines Anrainerstaates zugeordnet sind. Allerdings mussten Finnland, Schweden und Dänemark den Bau genehmigen.

Kritik gab es von Anfang an aus Polen und der Ukraine. Beide Staaten befürchten einen Bedeutungsverlust als Transitländer. Dagegen führte vor allem Russland das Argument der Zuverlässigkeit ins Feld, denn Nord Stream befördert sibirisches Gas direkt nach Westeuropa.

Inzwischen sind auch Konzerne aus den Niederlanden und Frankreich an dem Konsortium beteiligt. Die Pipeline soll im Endausbau eine Kapazität von jährlich 55 Milliarden Kubikmeter Gas haben. Damit können rechnerisch 26 Millionen Haushalte versorgt werden.