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NYPD spionierte offenbar Muslime aus

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NYPD spionierte offenbar Muslime aus

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Die New Yorker Polizei hat einem Bericht der Presseagentur AP zufolge massiv unbescholtene Muslime ausgekundschaftet oder muslimische Gruppen infiltriert, um diese auszuspionieren. In Brooklyn etwa hätten Beamte in Zivil Geschäfte und Bars von Muslimen beobachtet, heißt es. Beim palästinensischen Ladenbesitzer Musa Ahmad stürmte ein Einsatzkommando das Geschäft, “fünf Polizisten waren vor, zehn weitere in meinem Geschäft, so Ahmad. Ich habe gefragt, was los sei, und einer sagte nur, das ist ein Routineeinsatz. Aber wozu??”

AP liegen zahlreiche Dokumente vor, die die Überwachung von Restaurants, Friseurläden und dergleichen bestätigen. Ray Kelly ist der Chef der New Yorker Polizei. Er meint, die Überwachung sei zum Schutz der Stadt geschehen. Außerdem sei man sich im klaren darüber, dass es immer Spannungen zwischen der Polizei und Bürgerrechtsgruppen geben werde.

An mehreren Hochschulen der Stadt versammelten sich inzwischen Muslime, um sich über ihre Rechte und mögliche Gegenmaßnahmen zu informieren. Manche Bürgerrechtler allerdings glauben, die Aktionen der Polizei seien möglicherweise legal, nicht zuletzt, weil nach dem 11. September 2001 solche Überwachungen leichter möglich sind.