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TV-Duell in Spanien: "Beide derselbe Mist"?

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TV-Duell in Spanien: "Beide derselbe Mist"?

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Umfragen zufolge hat der konservative Herausforderer – Mariano Rajoy von der Volkspartei PP – auch das einzige Fernsehduell im spanischen Wahlkampf für sich entschieden.

Der sozialistische Kandidat – Spaniens Ex-Innenminister Alfredo Perez Rubalcaba – bemüht sich offenbar nur noch, die voraussehbare historische Niederlage der Sozialisten ein wenig einzudämmen. Hoffnung auf bessere Zeiten hat kein Kandidat anzubieten.

Mariano Rajoy von der konservativen PP beschrieb vor allem die desaströse Lage, für die er die Sozialisten verantwortlich macht: “Die Situation ist unhaltbar, weil mehr als fünf Millionen Menschen in Spanien keine Arbeit haben. Die Schulden häufen sich, die Wirtschaft leidet und die Regierung ist unfähig, daran etwas zu ändern.”

Alfredo Perez Rubalcaba versuchte die Wähler mit konkreten Vorschlägen zu überzeugen. So will er die Schaffung von Arbeitsplätzen zur nationalen Aufgabe machen, an der Parteien, Gewerkschaften und Institutionen gemeinsam arbeiten.

Doch auch wenn Rubalcaba als der bessere Redner gilt, scheint er auf verlorenem Posten. In den einer letzten Umfragen liegt die PSOE 17 Prozent hinter der konservativen Volkspartei PP, die am 20. November eine absolute Mehrheit erreichen könnte.

Die Empörten von der Protestbewegung der Indignados werfen die beiden großen spanischen Parteien in einen Topf – eine ihrer Parolen lautet: “Beide derselbe Mist”.