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Chef des britischen Grenzschutzes tritt zurück

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Chef des britischen Grenzschutzes tritt zurück

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Wegen eines Skandals um unzureichende Einreisekontrollen ist der Chef des britischen Grenzschutzes, Brodie Clark, am Dienstag zurückgetreten. Clark war in der vergangenen Woche bereits vom Dienst suspendiert worden, jetzt legte er sein Amt nieder, reichte eine Schadensersatzklage gegen die Regierung ein und warf Innenministerin Theresa May vor, in der Sache vor dem Unterhaus falsche Angaben gemacht zu haben.

Wegen der Lockerung der Einreisekontrollen ist die Ministerin bereits politisch bereits schwer angeschlagen, lehnt eine Rücktritt aber ab: “Ich übernehme die volle politische Verantwortung für meine Entscheidung, dies zu testen, aber Brodie Clark muß für seine Handlungen die volle Verantwortung übernehmen”, sagte May.

Nach ihre Angaben hat May versuchsweise eine Lockerung der Kontrollen von EU-Bürgern angeordnet. Der Grenzschutz sei darüber aber weit hinausgegangen und habe die Kontrollen zeitweise generell so gelockert, dass auch Terrorverdächtige und Schwerkriminelle unkontrolliert einreisen konnten. Der Grenzschutz betont, alle Entscheidungen seien im Einvernehmen mit dem Innenministerium erfolgt.