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Geringe Beteiligung bei Präsidentschaftswahl in Liberia

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Geringe Beteiligung bei Präsidentschaftswahl in Liberia

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In Liberia ist die zweite Runde der Präsidentschaftswahl ohne weitere Zwischenfälle zu Ende gegangen. Die Beteiligung blieb aber hinter der der ersten Runde vor einem Monat zurück, nachdem es am Vortag zu gewalttätigen Auseinandersetzungen gekommen war und die Opposition außerdem zum Boykott aufgerufen hatte. Deren Kandidat begründete den Boykott mit Wahlfälschungen zugunsten der Präsidentin. Internationale Beobachter hatten die erste Runde aber als fair bezeichnet.

Der Sieg der Amtsinhaberin und diesjährigen Friedensnobelpreisträgerin Ellen Johnson-Sirleaf gilt als sicher, wird aber vom Boykottaufruf und der Gewalt überschattet.

Johnson-Sirleaf bedauerte die Zusammenstöße zwischen Oppositionsanhängern und der Polizei am Montag, bei denen es mindestens zwei Todesopfer gegeben hatte, und erklärte, die Vorfälle würden untersucht. Anhand der Ergebnisse werde man sehen, was daraufhin unternommen werden müsse.

Die Wahl gilt als Test für Liberia, wieweit die Demokratie nach 14 Jahren Bürgerkrieg, der erst 2003 endete, inzwischen gediehen ist.