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Griechische Verhältnisse in Italien - Flucht von Investoren

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Griechische Verhältnisse in Italien - Flucht von Investoren

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Die Eurozone steht möglicherweise vor der größten Gefahrensituation seit Beginn der Schuldenkrise vor zwei Jahren. Der massive Rückzug von Investoren aus italienischen Staatsanleihen setzte sich zur Wochenmitte fort.

Zugleich stiegen die Risikoprämien auf diese Papiere auf bisher nicht gekannte 7,4 Prozent.

Damit ist die Schwelle überschritten, ab der Experten eine Refinanzierung für Italien für unmöglich halten. Für das Land sei daher der Abturz in irische, portugiesische oder griechische Verhältnisse nur noch sehr schwer aufzuhalten, meint Analyst Gavin Jones von Reuters.

Die Renditen wären vermutlich noch weit höher, wenn nicht die EZB seit Tagen massiv italienische Anleihen kauft. Zugleich suchen Investoren Sicherheitsinvestments wie Anleihen aus Deutschland oder den USA, deren Renditen folglich sanken.

Inzwischen wurde bekannt, daß Italien ein Hilfsangebot des Euro-Rettungsfonds beim G20-Gipfel in Cannes abgelehnt hat.