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Multicopter bleibt 30 Minuten in der Luft

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Multicopter bleibt 30 Minuten in der Luft

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Auf einer Wiese in der Nähe von Karlsruhe ist der erste bemannte Flug mit einem neu entwickelten Multicopter gelungen.

Das neuartige Flugzeug wird von 16 mit Strom betriebenen Propellern bewegt. Dies ermöglicht senkrechten Start und Landung genau wie bei einem Hubschrauber. Die Lenkung des Multicopter erfolgt über die Veränderung der Propellergeschwindigkeit.

Die Entwickler hoffen, dass ihre Erfindung als ein Flugtaxi zur Personenbeförderung zum Einsatz kommen wird. Der große Vorteil sei, dass die Maschine sicherer sei als herkömmliche Hubschrauber, so Mitentwickler Stephan Wolf. Alle Komponenten seien redundant ausgelegt, so Wolf, damit sei für das Funktionieren des Multicopter gesorgt, auch wenn ein Maschinenteil ausfallen sollte.

Die Rotationsgeschwindigkeit der Propeller wird von einem Computer kontrolliert. Der Pilot fliegt den Multicopter mithilfe eines einfachen Joysticks. Die Maschine wird mit Lithiumbatterien betrieben und kann 30 Minuten in Luft bleiben. Über den Energieverbrauch haben die Entwickler keine Angaben gemacht.

Für seinen Multicopter gibt es eine Vielzahl möglicher Anwendung, so Stephan Wolf. So habe bereits ein Fischer aus Dänemark Interesse gezeigt, der seine Fischzucht aus der Luft überwachen möchte, weil es ihm mit einem Boot zu kompliziert sei. Wolf spielt auch mit dem Gedanken Gäste der Fußballweltmeisterschaft in Katar mit dem Multicopter zum Stadium zu transportieren.

Auch an den Notfall ist gedacht, versichern die Entwickler. Anders als bei einem Hubschrauber können sich die Passagiere mit einem Fallschirm in Sicherheit bringen, denn die Propeller befinden sich unter ihnen und nicht über ihren Köpfen.