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Olympus versinkt in Bilanzskandal

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Olympus versinkt in Bilanzskandal

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In Japan versinkt der Kamerahersteller Olympus immer mehr in einen gewaltigen Bilanzskandal. An der Börse in Tokio brach die Aktie des Unternehmens um rund 30 Prozent ein.

Nach Wochen langen Dementis gab Olympus zu, mit Hilfe von offenbar überteuerten Übernahmen seit den 90er Jahren angehäufte Anlage-Verluste verschleiert zu haben. Das Ausmaß ist noch unklar.

Die milliardenschweren Zukäufe wurden bekannt, seit der geschasste britische Firmenchef Michael Woodford sie Mitte Oktober öffentlich kritisiert hatte. Woodford sagte, er sei gefeuert worden, nachdem er Fragen zu den Deals stellte und sie untersuchen ließ.

Olympus hatte die Übernahmen erst vehement verteidigt, dann unter dem Druck von Aktionären aber doch eine unabhängige Kommission mit

der Prüfung beauftragt. Inzwischen nahm der Vizepräsident des Unternehmens seinen Hut. Mit weiteren personellen Konsequenzen wurde gerechnet.