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Düstere Aussichten für die Eurozone

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Düstere Aussichten für die Eurozone

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Der Eurozone droht eine neue Rezession. Laut EU-Kommission ist das Wachstum in Europa zum Stillstand gekommen. Das Bruttoinlandsprodukt wird laut Prognose in der Eurozone bis weit ins Jahr 2012 hinein stagnieren und im gesamten kommenden Jahr nur mehr um 0,5 Prozent wachsen, gegenüber 1,5 Prozent für 2011. Für 2013 werden 1,3 Prozent vorhergesagt.

Wirtschaftskommissar Olli Rehn erklärte, der Schlüssel zu mehr Wachstum liege darin, das Vertrauen in das Finanzsystem wiederherzustellen. “Die Aussichten für die europäische Wirtschaft sind düster. Diese Vorhersage ist der letzte Weckruf. Die Erholung der Europäischen Union ist zum Stillstand gekommen. Wenn nicht entschlossen gehandelt wird, besteht das Risiko einer neuen Rezession.”

Auch vom Arbeitsmarkt gibt es keine guten Nachrichten. Demnach wird die Arbeitslosenquote EU-weit von 9,7 Prozent 2011 auf 9,8 Prozent im kommenden Jahr steigen.

Die Schuldenberge der öffentlichen Haushalte wachsen weiter. Die EU-Kommission drohte nun Belgien, Malta, Polen, Ungarn und Zypern mit Sanktionsverfahren, weil sie ihre zu hohe Staatsverschuldung nicht zügig genug abbauen. Die Europäische Zentralbank rief die Mitglieder der Eurozone zum Sparen und Reformen auf.