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Auf den Tag genau vor 194 Jahren: Tod einer Freiheits-Kämpferin in Kolumbien

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Auf den Tag genau vor 194 Jahren: Tod einer Freiheits-Kämpferin in Kolumbien

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Am 14. November 1817 wird Policarpa Salavarrieta, eine Kämpferin für Kolumbiens Unabhängigkeit von spanischen Truppen in Bogota erschossen. Die Näherin, die schon sehr früh ihre Eltern verloren hat, nutzt ihre Kontakte zur Oberschicht, für die sie arbeitet, für den Freiheitskampf Kolumbiens gegen die spanischen Besatzer. Die auch als La Pola bekannte Feministin schmuggelt und spioniert für die Revolutionäre, nimmt an geheimen Treffen der Freiheitskämpfer teil und überrredet spanische Soldaten dazu zu desertieren. Sie versteckt auch Verfolgte, bevor sie festgenommen und zum Tode verurteilt wird. Bevor Policarpa Salavarrierta auf der Plaza Mayor in Bogota hingerichtet wird, ruft die kaum mehr als 20jährige (ihr Geburtsdatum ist nicht genau bekannt) der Menge zu: „Du apathisches Volk! Wie anders wäre heute Dein Schicksal, wenn Du den Preis der Freiheit kennen würdest! Sieh doch, obwohl ich jung und eine Frau bin, habe ich genug Mut, diesen Tod und tausend Tode mehr zu sterben! Vergiss mein Vorbild nicht!“ Nach Policarpa Salavarrieta sind zahlreiche Schulen und Straßen benannt, sie ist auf dem 10.000 Peso Schein abgebildet, und bis heute ist der 14. November in Erinnerung an La Pola der Tag der kolumbianischen Frau.

Auch an einem 14. November: Moby Dick wird veröffentlicht (1851), Hermann Hesse bekommt den Literatur-Nobelpreis zugesprochen (1946), Prinzessin Anne heiratet Mark Philipps (1973), In Polen wird Solidarnosc-Mitbegründer Lech Walesa aus dem Gefängnis entlassen (1982).

Am 14. November geboren: Astrid Lindgren (1907-2002), Boutros Boutros-Ghali (1922), Charles – Prince von Wales (1948), Dominique de Villepin (1953), Condoleezza Rice (1954), Mavie Hörbiger (1979).