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Buongiorno, Super-Mario?

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Buongiorno, Super-Mario?

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Schon allein die Aussicht auf eine italienische Regierung unter Mario Monti drückte die Renditen italienischer Staatsanleihen und macht Stimmung für steigende Kurse.

Der angesehene ehemalige EU-Kommissar hat mit den Niederungen von Machtpoker und Skandälchen nichts zu tun. Seit Staatspräsident Giorgio Napolitano ihn am Mittwoch zum Senator auf Lebenszeit erklärt hat, gilt der Wirtschaftsfachmann als möglicher Chef einer möglichen Übergangsregierung. Noch hat der Parteilose ohne jeden Stallgeruch aber keine Parlamentsmehrheit.

Sein Image: Gebildet, hat gute Manieren und macht wenig Lärm. Scheute aber als EU-Kommissar für Wettbewerb keinen Konflikt.

Luca Mezzomo, Intesa Sanpaolo Bank:

“Die Politik bleibt der Schlüssel zur Zukunft des Landes und zum Anleihe-Markt. Leider ist sie zur Zeit nicht das einzige Problem. Auch der realen Wirtschaft geht es deutlich schlechter. Die Unternehmer verlieren ihre Zuversicht, die Industrieproduktion geht zurück.”

Italien steht zur Zeit besonders unter dem Druck der Finanzmärkte und dürfte laut aktueller Prognose der EU-Kommission zum Jahresende in die Rezession abrutschen.

Trotzdem entspannte sich die Lage am italienischen Anleihemarkt am Donnerstag deutlich. Zuvor waren die Zinsen für italienische Staatsanleihen über die sensible Marke von 7 Prozent gesprungen – als Griechenland und Portugal diese Werte erreichten, riefen bei den europäischen Partnerstaaten um Hilfe.

mit dpa, afp