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"Es gibt viel zu tun in Italien"

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"Es gibt viel zu tun in Italien"

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In wenigen Stunden könnte die Ära Berlusconi für Italien Geschichte sein. Wird das Spar- und Reformpaket verabschiedet, will der Ministerpräsident seinen Hut nehmen. Seinem wahrscheinlichen Nachfolger Mario Monti hinterlässt er einen Haufen ungemachter Wäsche. Medien und Experten sehen enorme Aufgaben auf eine von Monti geführte Übergangsregierung zukommen und warnen den Wirtschaftsprofessor vor den zahlreichen Fallen auf dem Weg zu einem gesunden Staatshaushalt.

Marktanalyst Gianmaria Bergantino: “Mario Montis Einsetzung wäre ein erster Schritt für Italien, denn er wird die Stabilitätsgesetze anwenden und versuchen, all die Reformen, die die EU verlangt, umzusetzen.”

Die Bevölkerung beobachtet das Politkarussell derweil mit gemischten Gefühlen. Ein Passant in Rom meinte: “Ich kenne Monti nicht, aber die Leute um ihn beunruhigen mich, wir haben kein echtes politisches System.”

Und ein Geschäftsmann sagte, eine Staatspleite Italiens sei nur schwer zu vermeiden, er sei da wenig optimistisch.

Ein anderer Italiener hingegen zeigte sich positiver, die Wahl Montis werde ein gewisses Gleichgewicht herstellen, beide Seiten alleine könnten keine Lösung finden, sagte er den Reportern.

Laut Zeitungsberichten zeigte sich Monti bereits hemdärmelig, es gebe nicht nur viel zu tun, so wird er zitiert, sondern mit vielen Privilegien müsse jetzt Schluss sein.