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Warschau: Krawalle bei Feiern zum polnischen Unabhängigkeitstag

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Warschau: Krawalle bei Feiern zum polnischen Unabhängigkeitstag

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In Warschau ist es bei den Festlichkeiten zum polnischen Unabhängigkeitstag zu Ausschreitungen gekommen. Einige Dutzend Teilnehmer einer Demonstration von Nationalisten und Rechtsradikalen drangen zu einer Kundgebung von linksgerichteten Aktivisten vor. Die Demonstranten bewarfen einander mit Flaschen und Steinen. Mehrere Menschen wurden verletzt, einige mussten ins Krankenhaus gebracht werden. Schließlich griff die Polizei ein und nahm rund 100 Menschen fest.

Der polnische Unabhängigkeitstag wurde mit einer großen Militärparade begangen. Polens Präsident Bronislaw Komorowski rief die Menschen zur Einigkeit auf. “Wir wollen niemandem vorschreiben, wie er Polen lieben soll”, sagte er. “Aber lasst uns den Unabhängigkeitstag nicht mit Straßenschlachten feiern, lasst uns zusammen feiern.”

Zahlreiche Staatsgäste waren zu den Feierlichkeiten nach Warschau gereist. Polen hatte am 11. November 1918, nach 123 Jahren der Teilung, seine Unabhängigkeit wiedererlangt. International wurde dies ein Jahr später im Friedensvertrag von Versailles bestätigt.