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Athen: Keine Zeit für schöne Reden

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Athen: Keine Zeit für schöne Reden

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“Sie treten Ihr Amt in einer schwierigen Zeit an,” schrieb Angela Merkel an Lucas Papademos, “für Ihr Land, aber auch die Eurozone insgesamt, in der große Hoffnungen und Erwartungen an Sie gerichtet sind.”

Reformmaßnahmen müssten nun schnell beschlossen und umgesetzt werden, so die deutsche Kanzlerin an den frisch vereidigten griechischen Ministerpräsidenten an der Spitze einer Mehrparteien-Koalition.

Die Uhr läuft, weiß auch Evangelos Venizelos, alter und neuer Finanzminister:

“Unsere Prioritäten sind klar. Ganz oben steht die sogenannte sechste Tranche aus dem ursprünglichen 110-Milliarden-Euro Rettungspaket in Höhe von 8 Milliarden Euro. Sie müssen vor dem 15. Dezember in den öffentlichen Kassen sein.”

Sein bisheriger Chef wirkt erleichtert.

Giorgos Papandreou hat die Reformen zugesagt, die Papademos nun umsetzen muss – 30 000 Staatsbedienstete und Beamte entlassen, Staatsbetriebe und Behörden schließen und staatliches Eigentum verkaufen.

Und dann das nächste Hilfsprogramm aushandeln.

mit Reuters, dpa, AP