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Vermutlich Neo-Nazis hinter Heilbronner Polizistenmord und Dönermorden

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Vermutlich Neo-Nazis hinter Heilbronner Polizistenmord und Dönermorden

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Hinter dem Heilbronner Polizistenmord und den sogenannten Döner-Morden in Deutschland steckt wohl dieselbe Gruppe rechtsextremistischer Täter.

Die Waffe der Dönermorde fanden die Ermittler in einem abgebrannten Haus im sächsischen Zwickau, in dem ein mutmaßliches Bankräuber-Trio jahrelang unerkannt gelebt hatte. Dem Trio gehörten zwei Männer an, deren Leichen in einem Wohnmobil gefunden wurden, und eine Frau, die sich inzwischen der Polizei stellte.

Die Dienstwaffen der 2007 in Heilbronn ermordeten Polizistin und ihres schwer verletzten Kollegen waren in dem Wohnmobil gefunden worden.

Im April 2007 war die Polizistin auf einer Heilbronner Festwiese mit einem Kopfschuss getötet worden. Bis jetzt hatte es zwar viele Vermutungen, aber kaum echte Hinweise auf die Täter gegeben.

Der amtierende Generalbundesanwalt Rainer Griesbaum erklärte, es sei rechtsextremes Propagandamaterial in Zwickau gefunden worden. Darüberhinaus seien mehrere DVDs sichergestellt worden, die zum Teil bereits verpackt und an Nachrichtenagenturen und an islamische Kulturzentren adressiert waren.

Warum das Trio Ende der 90-Jahre vom Radar des Verfassungsschutzes verschwand, ist unklar.

Die mutmaßlichen rechtsextremistischen Drahtzieher der Döner-Mordserie hatten einem Medienbericht zufolge Unterstützung. Wie das Nachrichtenmagazin “Focus” berichtete, hatte ein 37-Jähriger aus Niedersachsen den Verdächtigen vor Jahren seinen Personalausweis überlassen. Damit soll das Wohnmobil angemietet worden sein, in dem die zwei Männer am 4.

November bei Eisenach möglicherweise Selbstmord begingen. Mit dem Ausweis des Niedersachsen hatten die Männer dem Bericht zufolge auch 2007 ein Wohnmobil gemietet, mit dem sie unterwegs waren, als sie in Heilbronn die Polizistin erschossen haben sollen.