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Rohstoffkonflikt: UN warnt vor Krieg im Sudan

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Rohstoffkonflikt: UN warnt vor Krieg im Sudan

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Nach Luftangriffen des Nordsudans auf ein Flüchtlingslager im unabhängigen Südsudan hat der UN-Sicherheitsrat vor kriegerischen Auseinandersetzungen gewarnt. Bei den Angriffen seien ein Kind und sieben Soldaten getötet worden, berichteten UN-Vertreter aus der Region.

Der Südsudan ist seit vier Monaten unabhängig.

Herve Ladsous, Chef der UN-Friedensmission:

“Am 9. November wurde die Mission der Vereinten Nationen im Sudan von der Regierung des Südsudan informiert, dass bis zu neun Bomben in verschiedenen Regionen im Teilstaat Upper Nile abgeworfen wurden.”

Daffa-Alla Elhag Ali Osman, sudanesischer UN-Botschafter:

“Wir respektieren Souveränität und territoriale Integrität des Südens. Aber wir haben jedes Recht, Rebellen zurückzuschlagen, die Waffen erheben und versuchen, den Norden zu destabilisieren.”

Seit der Teilung des Sudan im Juli streiten die beiden Staaten über Öleinnahmen und die kaum definierbare Grenze, Süd und Nord beschuldigen sich gegenseitig, Rebellen im anderen Land zu unterstützen. Im Norden dominieren Muslime, im Süden Christen und Animisten. Im Süden liegt Öl.

mit dpa, Reuters, afp