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Airbus setzt in Dubai auf die "grüne" Strategie

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Airbus setzt in Dubai auf die "grüne" Strategie

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Nach dem Rekordauftrag für US-Konkurrent Boeing kann nun auch Airbus bei der Luftfahrtmesse in Dubai punkten. Die in Kuwait ansässige Leasingfirma Alafco unterschrieb bei den Europäern einen Festauftrag über 50 Flugzeuge vom Typ A320neo. Bis Ende des Jahres könnten über Optionen noch 30 weitere der umweltfreundlichen Maschinen hinzukommen.

euronews sprach darüber mit Airbus-Chef Thomas Enders

euronews: Dubai und der A320neo sind für Airbus ein Erfolg. Es sind mehr Aufträge als auf dem Salon von Le Bourget…

Tom Enders: Es bedeutet einen stufenweisen Anstieg der Aufträge für den A320neo. Wir haben schon unglaubliche 1200 Order in diesem Jahr, das ist also ein guter Start. Die Maschine verbrennt 15 Prozent weniger Treibstoff und sogar 30 Prozent weniger als die wirklich alten Modelle. Mit Treibstoffpreisen von über hundert Dollar braucht man unseren Kunden das Flugzeug nicht zweimal anzupreisen.

euronews: Was bedeutet Dubai für Airbus?

Enders: Dubai ist inzwischen eine der wichtigsten Luftfahrtmessen der Welt. Auf jeden Fall die wichtigste in dieser dynamischen Wachstumsregion des Nahen Ostens. Der Luftverkehr hier wächst überdurchschnittlich. Wir erwarten, daß der Nahe Osten und Asien in den nächsten zehn, zwanzig Jahren die beiden dynamischsten Luftfahrtregionen der Welt werden.

euronews: Welchen Einfluss hat die aktuelle Schuldenkrise in Europa auf Airbus?

Enders : Es ist schon interessant, vor einigen Monaten fragten die Europäer nach den Auswirkungen des “Arabischen Frühlings” auf die Geschäfte. Jetzt schauen die Araber auf Europa und fragen sich, welche Folgen die Krise für die europäische und die Weltwirtschaft haben könnte. Insgesamt ist die Lage hier sehr, sehr gut.

Kommentar: “Weniger Energieverbrauch, mehr Schutz der Umwelt – der Airbus A320neo ist ganz auf der grünen Linie. Der europäische Flugzeugbauer will damit Dubai seinen ökologischen Stempel aufdrücken. François Chignac, Dubai, euronews.”