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Monti hofft auf breite Unterstützung

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Monti hofft auf breite Unterstützung

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Der designierte italienische Regierungschef Mario Monti hat seine Landsleute auf harte Zeiten vorbereitet. Wahrscheinlich müssten die Italiener Opfer bringen, sagte Monti, der seit Sonntag Sondierungsgespräche zur Bildung einer Übergangsregierung führt und auf breite Unterstützung hofft. “Das Wichtigste ist, dass die politischen Parteien mithelfen, auch wenn sie nicht in der Regierung vertreten sind”, sagte er, “denn sonst wäre ich nicht in der Lage, diese Arbeit zu tun.” Ein Zeitlimit für sein Kabinett will Monti nicht festlegen. Wie er meinte, würde sonst die Glaubwürdigkeit der Regierung empfindlich beeinträchtigt werden: “Der Zeithorizont für diese Übergangsregierung, die ich bilden werde, reicht vom heutigen Tag bis zum Ende der Legislaturperiode im Frühling 2013.”

Die Sondierungsgespräche möchte Monti so schnell wie möglich abschließen. Parlamentspräsident Gianfranco Fini erklärte, er erwarte, dass sich Monti und sein Kabinett spätestens am Freitag der Vertrauensabstimmung stellen würden.

Die Ultrakonservativen allerdings sind unzufrieden mit der Bildung einer Übergangsregierung: Eine Gruppe von Demonstranten versammelte sich vor dem Parlamentsgebäude, um gegen Montis künftiges Kabinett aus Technokraten zu protestieren. Ihre Forderung: sofortige Neuwahlen. Auf ihren Transparenten hieß es: “Jede Regierung muss gewählt werden.”