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Syrien trotzt auch der Arabischen Liga

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Syrien trotzt auch der Arabischen Liga

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Syrien will sich dem internationalen Druck nicht beugen. Aussenminister Walid Muallem sagte, die Entscheidung der Arabischen Liga, Syrien vorläufig auszuschließen, bedeute, dass das Land für seine standhaften Positionen bestraft werde – aber man werde gestärkt aus der Krise hervorgehen. “Das ist ein sehr gefährlicher Schritt der Arabischen Liga”, sagte Muallem, “der die gegenwärtige und die künftige Kooperation im arabischen Raum beeinträchtigen wird. Solche Entscheidungen können nur gefällt werden, wenn alle arabischen Staaten außer dem jeweils betroffenen Land zustimmen, aber das ist nicht geschehen.”

Gleichzeitig entschuldigte sich Muallem für die Angriffe gegen ausländische Botschaften. Am Wochenende hatten Hunderte Syrer die diplomatischen Vertretungen der Türkei und Saudi-Arabiens in Damaskus sowie das französische Generalkonsulat in Latakia attackiert – aus Verärgerung über die Arabische Liga. Diese hatte den vorläufigen Ausschluss Syriens beschlossen, sollte Präsident Baschar al-Assad weiterhin keine Zugeständnisse zur Beendigung der Gewalt gegen Zivilisten machen. Nach Schätzungen der Vereinten Nationen wurden in den vergangenen sieben Monaten mehr als 3.500 Menschen in Syrien getötet. Die syrische Opposition fordert die Einrichtung einer Schutzzone im Grenzgebiet zur Türkei.