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"Unpopuläre Maßnahmen bleiben unpopuläre Maßnahmen..."

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"Unpopuläre Maßnahmen bleiben unpopuläre Maßnahmen..."

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Die Gespräche zur Regierungsbildung sollen nach Auffassung Mario Montis zwei Tage dauern. Dann muss Italien weitere Sparmaßnahmen und Reformen durchsetzen, auch wenn das Land erst im Sommer zwei Sparpakete im Umfang von 100 Milliarden Euro verabschiedet hat.

“Damit es nicht zum erneuten Zahlungsausfall kommt, muss die Regierung unpopuläre Maßnahmen durchführen, die auch unpopulär bleiben, selbst wenn sie im grauen Anzug, mit nettem Äußeren und einer schönen Frisur daherkommen,” erklärt der liberale Politiker Paolo Guzzanti. Da sich Monti in Brüssel bereits einen Namen als erfolgreicher Wettbewerbskommissar gemacht hat, sehen viele Italiener optimitisch auf die kommende Regierung.

Mit einem Hungerstreik mitten in Rom versucht Gaetano Ferrieri auf seine Forderungen aufmerksam zu machen: “Einschnitte im politischen Apparat in der Höhe von 80 Milliarden Euro, Einschnitte bei den Verwaltungsbehörden, Einschnitte bei Manager- und Politikergehältern bis zu 3000 Euro, Kürzungen in den Provinzen. Die zweite Maßnahme betrifft die Steuerhinterziehung, also die 300 Milliarden Euro, die von großen Unternehmen ins Ausland geschafft werden.”

Wie Medien spekulieren, plant Monti unter anderem eine Vermögenssteuer und die Wiedereinführung der kommunalen Grundsteuer.