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Griechenland sucht Ausweg aus der Krise

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Griechenland sucht Ausweg aus der Krise

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Der Chef der griechischen Übergangsregierung hat sich zum ersten Mal an das Parlament gewandt. Die Abgeordneten debattieren drei Tage lang über die neue Lage: Morgen steht Lukas Papademos dann die Vertrauensfrage bevor. Er kann aber im Parlament mit einer breiten Zustimmung rechnen.

Die Opposition unterstützt die Sparmaßnahmen, die bis jetzt beschlossen worden sind. Weitere Einsparungen dagegen lehnt sie ab. Vor allem lehnt sie es auch ab, sich schriftlich für weitere Maßnahmen zu verbürgen, wie es die Geldgeber von EU und Weltwährungsfonds verlangen.

Die Übergangsregierung will nun zunächst dafür sorgen, dass die nächste Rate an Hilfsgeldern fließt. Außerdem muss der neue Haushalt aufgestellt werden. Schon in drei Monaten soll es eine Neuwahl geben.

Das hoch verschuldete Land kann aber nicht auf eine rasche Auszahlung der Hilfe rechnen. Erst müsse eine kleine Gruppe mit Fachleuten von EU, Europäischer Zentralbank und Weltwährungsfonds nach Athen reisen, ließ EU-Währungskommissar Olli Rehn mitteilen. Das werde “sehr bald” sein.

Gegner der Sparmaßnahmen, zu denen sich Griechenland in seiner Schuldenkrise verpflichtet hat, planen für Donnerstag eine Großkundgebung – am Jahrestag der Studentenerhebung von 1973. Der öffentliche Dienst will für einige Stunden streiken.