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Ai Weiwei zahlt "Lösegeld" an Finanzamt

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Ai Weiwei zahlt "Lösegeld" an Finanzamt

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Chinas regimekritischer Künstler Ai Weiwei fühlt sich von den Steuerbehörden seines Landes beraubt. Dank tausender Unterstützer in der Bevölkerung konnte er dem Finanzamt eine Garantie zahlen. Zuvor hatte er fast drei Monate im Gefängnis verbracht.

Vor einem halben Jahr sei er sozusagen eine Geisel gewesen. Nun zahle er das Lösegeld. Er fühle sich von offizieller Seite beraubt. Die Frage des Reporters, ob er das Land verlassen könne, beantwortete er nicht.

Die Garantie von umgerechnet fast 800.000 Euro ist Voraussetzung, um eine Steuernachforderung in Millionenhöhe anzufechten. Doch Ai Weiwei zeigte sich wenig optimistisch, mit seinem Einspruch durchzukommen. Nach seiner Haft sieht der Künstler in der Forderung einen neuen Versuch der Behörden, ihn zum Schweigen zu bringen.