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EZB interveniert auf Kapitalmärkten - Obama mahnt Europäer

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EZB interveniert auf Kapitalmärkten - Obama mahnt Europäer

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Mit einer Intervention auf den Kapitalmärkten hat die Europäische Zentralbank auf den wachsenden Verkaufsdruck bei Anleihen aus der Eurozone reagiert. Händler erklärten, die EZB habe massiv zwei- und zehnjährige Staatspapiere aus Spanien und Italien gekauft. Italienische Renditen notierten daraufhin bei deutlich unter sieben Prozent.

Das Einschreiten der EZB wird von vielen Experten seit längerem gefordert. Widerstand kommt dagegen vor allem von der deutschen Regierung und der Bundesbank.

Vor allem im August und September hatte die EZB durch Anleihekäufe von jeweils mehr als 40 Milliarden Euro versucht, den Druck auf die Krisenstaaten wegzunehmen. Seitdem ließen diese Transaktionen wieder nach.

Unterdessen erhöhte US-Präsident Barack Obama den Druck auf die Europäer, die Schuldenprobleme entschlossen anzugehen. Andernfalls werde die Unsicherheit an den Kapitalmärkten anhalten.

Europa müsse zeigen, daß es bereit sei, den Euro um jeden Preis zu verteidigen.

Damit drängte Obama indirekt auch die EZB zu einer stärkeren Rolle auf den Kapitalmärkten. Das amerikanische Pendant zur EZB, die Federal Reserve Bank, greift regelmäßig mit massiven Anleihekäufen in den Handel ein, um die Renditen unten zu halten. Dies trägt ihr allerdings die Kritik ein, die Geldwertstabilität zu schwächen.