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Liga und Türkei: Syrien isolieren, kein Eingriff von außen

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Liga und Türkei: Syrien isolieren, kein Eingriff von außen

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Der Konflikt in Syrien eskaliert. Im Land mischen sich immer mehr bewaffnete Deserteure in die Kämpfe ein. Gleichzeitig drohen Arabische Liga und Türkei Präsident Baschar al Assad mit “Isolation in der Arabischen Welt”, wenn die Gewalt gegen regierungskritische Demonstranten nicht wie versprochen aufhöre.
 
Eine “Intervention aus dem Ausland” lehnten die in Rabat, Marokko versammelten Außenminister ab.
 
 
Hamid Bin Jassim, Außenminister von Katar:
 
“Was in Syrien passiert, macht uns sehr traurig. Wir können das Töten nicht hinnehmen, wie es jetzt an der Tagesordnung ist. Wir werden nicht ruhen, bis dieses Blutvergießen aufhört.”
 
 
Das sei die letzte Chance für Assad, hieß es von diplomatischer Seite am Sitz der Arabischen Liga in Kairo. Als nächstes werde man den Fall den
Vereinten Nationen übergeben.
 
In Syrien selbst gingen die Aggressionen gegen Privatleute weiter, etwa in der Stadt Idlib. In Damaskus attackierte ein Mob die diplomatischen
Vertretungen Marokkos, Katars und der Vereinigten Arabischen Emirate.
  
Eine sogenannte “Freie Syrische Armee” griff zum erstenmal Ziele nahe der Hauptstadt an. Deserteure bildeten einen Militärrat. Unter den Dutzenden Toten täglich sind immer mehr Soldaten und Sicherheitsleute.
 
Zu Assad stehen in der Region jetzt nur noch der Iran, die vom Iran bewaffnete libanesische Schiiten-Bewegung Hisbollah und Jemens umstrittener Präsident Ali Abdullah Salih.
 
Man stehe zum Friedensplan der Arabischen Liga hieß es von Seiten der syrischen Führung. Deshalb setze man gut 1000 festgenommene Oppositionelle auf freien Fuß. Menschenrechtler vermuten Zehntausende hinter Gittern.
 
 
 
mit dpa, afp, Reuters