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Mario Montis Kabinett in Rom vereidigt

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Mario Montis Kabinett in Rom vereidigt

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Italien hat eine neue Regierung – jedenfalls so gut wie: Das Parlament muss noch seine Zustimmung geben, diese gilt aber als gesichert. Am Abend vereidigte Staatspräsident Giorgio Napolitano das Kabinett von Mario Monti. Der neue Verteidigungsminister allerdings war nicht anwesend – er befindet sich derzeit im Auftrag der NATO in Kabul.

Die 63. italienische Nachkriegsregierung ist verhältnismäßig klein, sie besteht aus 17 Ministern. Silvio Berlusconi war 2008 mit 21 Ministern angetreten. Zudem nahm Monti keine Politiker in sein Kabinett auf – und das aus gutem Grund, wie er erläuterte: “Nach den Verhandlungen der letzten Tage bin ich zum Schluss gekommen, dass die Abwesenheit von politischen Persönlichkeiten im Kabinett die Stärke und das Ansehen der Regierung im Parlament und bei den politischen Parteien nicht behindert, sondern vielmehr unterstützt.”

Für Silvio Berlusconi ist die Zeit als italienischer Regierungschef diesmal vermutlich endgültig vorbei. Nach der Vereidigungszeremonie übernahm Monti das Amt traditionsgemäß im Palazzo Chigi direkt von Berlusconi. Dieser war wegen der hohen Staatsverschuldung immer stärker unter Druck geraten und schließlich am vergangenen Samstag zurückgetreten.