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New York: Zeltverbot für "Occupy Wall Street"

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New York: Zeltverbot für "Occupy Wall Street"

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Die Demonstranten der New Yorker Occupy-Wall-Street-Bewegung können wieder zurück an die Stätte ihrer Proteste: Zelte oder Schlafsäcke sind jetzt aber verboten. Damit ist die Besetzung des Geländes jetzt, kurz vor Winterbeginn, zwangsläufig vorbei.

Ein Richter hat das Zeltverbot verhängt; ein Ausweichquartier gibt es bisher nicht. Vor Gericht hatte ein Anwalt der Demonstranten noch auf die Bedeutung des Falls verwiesen: Der Protest habe in die ganze Welt ausgestrahlt, sagte Alan Levine, nicht weil es hier ums Zelten gehe, sondern um Meinungsäußerung.

Zwei Monate lang hatten die Demonstranten die Fläche besetzt. Die Stadt ließ den Platz vorletzte Nacht räumen; als Grund nannte sie Sicherheits- und Hygienebedenken.

Das werde sie nur stärker machen und mehr Leute anziehen, sagt einer der Protestierenden. Man wolle jetzt einen anderen Ort besetzen oder auf dem Recht beharren, hier zu bleiben.

Die Demonstranten hier sind gegen Ungerechtigkeiten in der Weltwirtschaft. Sie sehen sich als Vertreter der 99 Prozent der Menschen gegenüber dem superreichen einen Prozent.